Arbeitsplatte folieren: der einfache Weg zur kreativen Küchengestaltung

Sie haben Ihre Traumwohnung endlich gefunden, doch die eingebaute Küche entspricht so gar nicht Ihrem Geschmack? Haben Katzen, Kinder, Messer und Co. über die Zeit doch Spuren auf der Arbeitsfläche hinterlassen? Oder ist es einfach einmal Zeit für frischen Wind? Dann müssen Sie nicht gleich Unmengen investieren und eine komplett neue Einrichtung kaufen. Probieren Sie sich stattdessen einmal im Arbeitsplatte-Folieren. Warum diese Option so genial ist und wie einfach das Ganze gelingt, lesen Sie hier!

Arbeitsplatte folieren, lackieren oder doch neu kaufen?

Eine Küchenzeile mit weiß und grau glänzenden Fronten
Die Arbeitsplatte folieren bzw. lackieren – so bekommen Sie neuen Schwung in die Küche!

Eine abgenutzte oder veraltete Arbeitsfläche kann das Gesamtbild Ihrer Küche beeinträchtigen. Wenn Sie ständig die Scharten sehen oder sie das grelle Blau Ihrer Vormieter beim Zubereiten blendet, macht das Kochen gleich viel weniger Spaß. Doch eine neue Küche, selbst „nur“ eine neue Platte, ist teuer und noch dazu nicht gerade nachhaltig.

Warum stattdessen also nicht die Arbeitsplatte folieren? Das bietet folgende Vorteile:

  • Kostenersparnis: Das Bekleben ist wesentlich günstiger als der Austausch durch eine neue Platte oder das Lackieren durch einen Fachmann.
  • Vielfältige Designoptionen: Wir bieten Ihnen eine Vielzahl an Möbelfolien in unterschiedlichen Farben, Mustern und mit verschiedenen Oberflächentexturen. So können Sie Ihren individuellen Stil umzusetzen.
  • Einfache Anwendung: Das Arbeitsplatte-Folieren erfordert keine umfangreichen handwerklichen Fähigkeiten. Mit ein wenig Zeit und den richtigen Werkzeugen können Sie das Projekt ganz einfach selbst durchführen.

Alternativ zum Bekleben, könnten Sie Ihre Arbeitsplatte lackieren. Wir stellen einmal beide Arten direkt gegenüber, damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können:

 FolierenLackieren
Handwerkliches Know-Howkein Vorwissen nötigerste Erfahrungen sind für ein gutes Ergebnis notwendig (streifenfreier Auftrag)
Materialkostenca. 30 €/m2 (reicht bei 60 cm Tiefe für ca. 1,7 m Länge)

ca. 30 € für Lack + 50 € Versiegelung

(Achtung! Lebensmittelechte Produkte nutzen)

Anwendbarkeitauf allen Plattenfunktioniert am besten auf unbehandeltem Holz, bei Kunststoffen und Co. ist lackieren teilw. unmöglich
Designoptionenvielfätig und individuell (verschiedene Oberflächenstrukturen, Muster und Co. möglich)

einfache Umsetzung nur unifarben möglich

alles Weitere erfordert Schablonen oder Fachexpertise

Haltbarkeithochwertige Produkte sind sehr widerstandsfähig und i. d. R. mindestens 10 JahreLack ist weder kratzfest noch hitzebeständig (ggf. kann eine Versieglung z. B. mit Epoxidharz die Haltbarkeit verlängern)

 Suchen Sie nach einer einfachen und langlebigen Methode zur Umgestaltung, ist die Folie wahrscheinlich die beste Wahl.

Foliensuche: Das müssen Sie bei der Auswahl beachten

Bevor Sie mit dem Arbeitsplatte-Folieren beginnen können, brauchen Sie vor allem eins: die passende Folie. Achten Sie schon beim Kauf darauf, ein hochwertiges Produkt zu wählen. Um für seinen zukünftigen Einsatzort auch wirklich geeignet zu sein, sollte es folgende Eigenschaften mitbringen:

  1. Robustheit und Beständigkeit gegen Hitze, Wasser und Fett: Die Folie sollte den täglichen Belastungen in der Küche standhalten. Dazu gehört u. a. das Anbraten mit heißem Öl, das Abstellen eines Topfes und das Abwaschen.
  2. Schmutzunempfindlichkeit: Ein hochwertiges Modell lässt sich leicht reinigen. Permanente Flecken und Verfärbungen vermeiden Sie so.
  3. Antibakterielle Eigenschaften: Besonders in der Küche, wo Sie Lebensmittel zubereiten, ist dies ratsam. Durch die spezielle Beschichtung hemmen Sie das Wachstum von Bakterien, Pilzen und Keimen.

Bei uns im Online-Shop finden Sie zahlreiche Möbelfolien, die sich zum Umgestalten Ihrer Küchenarbeitsfläche eignen. Entdecken Sie diese jetzt!

Arbeitsplatte folieren: Werkzeuge & Vorarbeiten

Haben Sie Ihre Folie schon parat? Dann können wir gleich mit der Montage starten. Um sie einfach und effektiv aufzubringen, benötigen Sie folgende Werkzeuge:

  • Cuttermesser: Zum präzisen Zuschneiden auf die gewünschte Größe.
  • Rakel: Zum Glätten und Entfernen von Luftblasen während der Montage.
  • Föhn: Um die Folie bei Bedarf zu erwärmen und sie flexibler zu machen.

Unser Tipp: Bestellen Sie Ihre Folie direkt in den passenden Maßen. So fällt die Montage später deutlich leichter. Messen Sie dazu mit einem Zollstock die Breite, Tiefe und die Höhe der Kante Ihrer Arbeitsplatte aus. Das sind die Mindestmaße, die Ihre Folie haben sollte. Kalkulieren Sie an allen Seiten am besten 2–3 cm Überstand ein, um eine saubere Verklebung zu garantieren.

Sollten Sie doch eine falsche Größe bestellt haben, dann empfehlen wir Ihnen dennoch, die Folie vor der eigentlichen Montage zuzuschneiden. Das erleichtert den anschließenden Prozess.

Die Oberfläche des Velken-Zuschneidetools
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Anleitung: Schritt für Schritt zur Traum-Arbeitsfläche

Alle Materialien liegen bereit? Dann kann es jetzt losgehen. Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung haben Sie im Handumdrehen Ihre Arbeitsplatte foliert:

  1. Entfernen von Hindernissen: Nehmen Sie alle Gegenstände, Geräte oder Zubehörteile von der Arbeitsplatte weg, um genügend Platz für die Montage zu schaffen.
  2. Reinigung: Stellen Sie sicher, dass die zu beklebende Fläche gründlich geputzt und von Staub, Schmutz oder Fett befreit ist. Verwenden Sie hierfür am besten einen milden Reiniger und ein weiches Tuch.
  3. Demontage von Griffen und Armaturen: Falls sich an Ihrer Arbeitsplatte Griffe, Armaturen oder andere abnehmbare Elemente befinden, sollten Sie diese vorübergehend entfernen, um die Montage der Folie zu erleichtern. Im besten Falle lösen Sie sogar die Platte selbst von den Schränken.
  4. Anbringen der Folie: Ziehen Sie vorsichtig die Schutzschicht auf der Rückseite ab und platzieren Sie diese langsam auf der Arbeitsplatte. Achten Sie darauf, dass keine Luftblasen oder Falten entstehen. Verwenden Sie einen Rakel, um die Folie glatt und gleichmäßig auf der Oberfläche zu verkleben und mögliche Luftblasen zu entfernen.
  5. Kanten glätten und befestigen: Haben Sie die Kanten erreicht, nutzen Sie einen Föhn, um die Folie etwas zu erwärmen. Nun können Sie sie passgenau um die Ecken legen. Am besten verkleben Sie die Reste unter der eigentlichen Arbeitsfläche und damit außerhalb des sichtbaren Bereichs.
  6. Reste abschneiden: Verwenden Sie ein Cuttermesser, um den überstehenden Rand entlang der Kanten abzutrennen. Je präziser die Schnitte, desto sauberer das Endergebnis.
  7. Abschließende Anpassungen: Überprüfen Sie die Folie auf eventuelle Unregelmäßigkeiten oder Luftblasen. Bei Bedarf können Sie sie mit einem Föhn leicht erwärmen, um sie besser anzupassen und etwaige Blasen zu beseitigen. Dazu letztere einfach aufstechen und die Beschichtung mittels Hitze anschmiegen.

Schwierigkeit: strukturierte Arbeitsplatten folieren

Eine Küche mit grauen Fronten und einem Teppich in der Mitte
Es braucht nur etwas Geduld und das richtige Werkzeug zum Arbeitsplatte-Folieren

Die oben beschriebene Anleitung funktioniert so leider nur auf glatten Oberflächen, wie Hochglanzlack oder vielen Steinen. Besitzen Sie hingegen eine Arbeitsplatte aus Holz, Laminat oder etwa Beton, sind diese in der Regel mit Fugen, Unebenheiten und lockerem Material versehen. Doch keine Sorge, es bedarf nur einen zusätzlichen Schritt, um diese ebenso umzugestalten

Der Trick dahinter? Unsere Oberflächenausgleichsfolie. Sie haftet besonders gut auf rauen Untergründen und kann diese dank des selbstklebenden Ausgleichschaums einfach ebenen. Kleben Sie sie einfach vor der Montage der dekorativen Variante auf. Dabei können Sie gleichermaßen unserer Anleitung zum Arbeitsplatte-Folieren oben folgen.

Oberflächen-Ausgleichsfolie
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Pflege & Haltbarkeit: So hält die Folie lange

Selbst die besten Materialien halten noch länger mit der richtigen Pflege. Das gilt genauso natürlich auch für Ihre folierte Arbeitsplatte. Damit diese über Jahre ihre originale Optik behält, berücksichtigen Sie am besten diese Tipps:

Nach dem Arbeitsflächen-Folieren müssen Sie beim Benutzen ein wenig aufpassen
  • Reinigung: Wischen Sie die Oberfläche regelmäßig mit einem milden Putzmittel und einem weichen Tuch ab, um Staub, Schmutz und Flecken zu entfernen. Vermeiden Sie abrasive Reiniger oder scheuernde Schwämme, da diese die Folie beschädigen können.
  • Vorsicht bei Hitze: Vermeiden Sie direkten Kontakt mit heißen Töpfen, Pfannen oder Auflauf- und Kuchenformen. Verwenden Sie lieber spezielle Untersetzer oder Topflappen, um diese abzustellen.
  • Kratzschutz: Vermeiden Sie das Zubereiten direkt auf der folierten Oberfläche. Nutzen Sie stattdessen Schneidebretter.
  • Fleckenentfernung: Haben Sie einmal gekleckert, entfernen Sie die Rückstände umgehend.

Inspiration: So könnten Sie Ihre Arbeitsplatte bekleben

Sie wollen endlich in Ihre Traumküche einziehen? Dann ist es an der Zeit, das Projekt in die Realität umzusetzen. Sind Sie sich momentan noch unsicher, welche Folie am besten zu Ihrer Küche passt? Dann wollen wir Ihnen abschließend einen kleinen Ratgeber mit an die Hand geben.

OptikWirkungOptionen
HolzNatürlich, heimelig, warm, rustikal
  • Helle Varianten wie Ahorn, Linde und Eiche harmonieren mit Pastelltönen und neutralem Weiß bis Schwarz.
  • Mittlere Helligkeit u. a. bei Kastanie und Tanne passt am besten zu erdigen Nuancen wie Olivgrün oder Rostrot, aber auch anderen kräftigen und warmen Farben.
  • Dunkle Optionen wie Akazie oder Walnuss eignen sich hervorragend als Ergänzung eines kühlen Graus, edlen Dunkelgrüns, Bordeauxrots oder Tiefblaus. Kupfer- und Goldakzente runden das Ganze ab.
  • Rötliche Hölzer, z. B. Mahagoni, ergeben mit Creme- und Erdfarben wie Ocker oder Terrakotta ein famoses Bild ab.
SteinModern, schlicht, luxuriös, clean
  • Marmor ist durch seine eigene Maserung am besten in schlichten Küchen aufgehoben. Weiße und graue Fronten mit silbernen oder goldenen Griffen stehen ihm am besten.
  • Beton passt zu modernen, industriellen Küchen, schwarzen Fronten mit Metallakzenten
UnifarbenModern, schlicht, ruhig
  • Eignen sich v. a. für kleine, eher unruhige Küchen.
  • Ton in Ton oder Kontrastfarben sind am beliebtesten.
MusterKreativ, fantasievoll, auflockernd
  • Florale Muster sind ideal, um schlichte, einfarbige Küchen aufzupeppen.
  • Geometrische Formen verleihen einen futuristischen Flair.
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Profil-Martin

Autor: Martin Siegel

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